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Abschlussbericht - mein erster Marathon in 3:28:51

Serie: mein Marathontraining von "0" auf "42"

Die Finisherurkunde von Philip
Schon viele rannten gegen die "Mauer"

Es ähnelt einer Farce – eine Niederlage, die nicht deutlicher hätte ausfallen können. Das Ergebnis ist eine ungeheure Enttäuschung für mich.
Die Teilnahme an meinem ersten Marathon bedurfte mehr psychischer als körperlicher Verarbeitung.

Ich möchte versuchen, den Wettkampf kurz zu analysieren:

Die Rahmenbedingungen hätten besser nicht sein können. Zuversichtlich ging ich an den Start und hatte den „Zugläufer 2:59“ über einen Halbmarathon lang immer in Sichtweite. Ich rechnete fest mit meinem Minimalziel von 3:09, bevor ich ab KM27 ca. das erste Mal Seitenstiche bekam. Folglich musste ich die Geschwindigkeit drosseln und konzentrierte mich auf meine Atmung. Wenn ich versuchte das Tempo wieder zu verschärfen, bremste mich mein Körper jedes Mal aus. Ehe ich mich versah, etwa bei KM35 war ich auf einer Höhe mit dem „Zugläufer 3:14“, der mich auch hinter sich ließ – ein erheblicher Rückschlag, der meinen Willen „anbrach“. Unliebsame Gedanken machten sich breit, der Körper schmerzte zusehends. Ich besann mich darauf, den Marathon aufrecht zu beenden.

Rückblickend muss ich sagen, dass es ein Fehler war mein Ziel ohne die nötige Reife so hoch anzusetzen. Die Zielprognosen stammten zwar aus der Leistungsdiagnostik, jedoch bin ich als Person mit der Umsetzung gescheitert.

Ich hätte genauer hinhören sollen, wenn „eingefleischte Marathonis“ die Dauer meiner Vorbereitung kritisierten. Mein Optimismus stand mir dieses Mal im Weg. 
Ich frage mich, welchen Anteil an Schmach ich mir erspart hätte, wenn ich mit dem „Zugläufer 3:14“ gestartet wäre. So habe ich alles auf eine Karte gesetzt und musste dem hohen Tempo vom Anfang im Nachhinein Tribut zollen.

Letztendlich bleibt mir nicht viel mehr als den Hut vor den 42,195km und den Läufern, die sie bewältigten, zu ziehen und die anfeuernden Zuschauer sowie die freiwilligen Helfer entlang der Strecke für ihr Engagement zu loben.

Ich entschuldige mich bei Denjenigen, die an mich geglaubt haben und bedauere, dass ich das in mich gelegte Vertrauen, nicht zurückzahlen konnte.

Bedanken möchte ich mich insbesondere bei Fried-Jürgen Bachl, Geschäftsführer des Karlsruhe Marathon e. V., dafür, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat mein Projekt zu verwirklichen. Außerdem bei Thomas Schindler, Mitarbeiter des Karlsruhe Marathons, dafür, dass er mir bei der Realisierung tatkräftig zur Seite stand. Besonderer Dank geht auch an Dr. Sascha Härtel, Leiter der diagnostischen Abteilung am IfSS, für die Betreuung und Durchführung der Laktattests. Ich danke meiner Freundin und meiner Familie für Ihren Beistand und allen, die mich in sonstiger Form unterstützt haben.

Es war eine schöne „Reise“, auf der ich viele positive Erfahrungen sammeln durfte und trotz Scheiterns ein außergewöhnliches Erlebnis mit so vielen Sportbegeisterten am Baden-Marathon mit seinem überaus stimmungsvollen Ambiente, teilzunehmen. 

Mit Sicherheit wird dieser Misserfolg nicht das Ende meiner „Laufkarriere“ sein. Ich werde zu gegebenem Zeitpunkt wieder an einer Laufveranstaltung teilnehmen. Vorerst werde ich mich aber dem widmen, was ich in letzter Zeit am meisten lieben gelernt habe: abgeschiedenen Waldläufen.

Ich schließe den Kreis und tröste mich mit einem Zitat aus dem Gleichnis der Talente:
„Versagen ist nicht schlimm – es nicht zu versuchen, eine Schande!“

In diesem Sinne,


Philip

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