Mehr Bilder sehen Sie
in unserer
Bildergalerie.
  LÄUFER DES MONATS
 

André Richter (li) und Kai Troeger (re)


www.kratzbuersten.de
Läufer des Monats Kolumne - 006
Es kann nur einen geben.
 
Während sich die Olympioniken von Peking noch die Wunden lecken oder ihre Medaillen polieren und sich der Morgen wieder mit Kaffee oder Tee, statt mit einem isotonischen Getränk und der TV-Gymnastik beginnen lässt, geht der Adrenalinspiegel nur kurz in den Keller, wo er noch einmal poliert wird.
Nur noch wenige Tage verbleiben den Entschlossenen, die Laufschuhe zu lüften, die Lieblingshorts zu Recht zu legen und das Shirt zu bügeln. Der Zögerlichmarathonläufer durchforstet das Internet, um die beste Durchhalteparole zu finden, um sich diese auf den Oberarm zu Tätowieren. Eine dritte Gruppe über-legt, den Buchstaben M – neben der Startnummer – vielleicht doch gegen ein H zu tauschen. Eine weitere Gruppe diskutiert eine Ausstiegsklausel für den Fall der Fälle. Abgerundet wird das Feld von einer Gruppe von Aktiven, welche sich auch in die-sem Jahr wieder kräftig ins Zeug legen werden und an der Stre-cke den Freunden, Bekannten, Kollegen und Fremden mentale und motivierende Energieschübe zuzuwerfen.
Nach mehr als 350 Tagen Entspannen nach dem Jubiläumslauf 2007, läuft uns der Ernst der Lage entgegen. Wasserflaschen-ströme machen sich auf den Weg nach Karlsruhe, tausende Ba-nanen formieren sich zu Vitaminburgen und tausende an Start-nummern durchstöbern das Starterfeld, um am Körper ihrer Wahl Halt zu finden.
Was interessieren jetzt noch der Wadenkrampf vom Training, der Wadenbiss von Nachbars Hund oder gar der Madenbiss in den energiedurchtriebenen Apfel? Wenn er ruft, dann kommen sie alle, wenn er da ist, dann laufen sie – die 26. Marathoniade geht zu Ende, der Wettkampf naht. Auch die Pyramide auf dem Marktplatz in Karlsruhe wirkt, wenige Tage vor dem Start, sehr sportlich. Die Alb gibt sich frisch und dynamisch.
Selbst im olympischen Jahr 2008 kann man sich auf eines 100% verlassen – der 26. Badenmarathon ist und bleibt nicht kopier-bar – er ist ein Original!
Viel Erfolg am 21.09.2008 wünschen Ihre Kratzbürsten!
André Richter, Die Kratzbürsten


Vergangene Kolumne - 005
„Bleibt der Sommer, geht er doch,
Wirrungen im Sommerloch.
Badehose, Joggingschuhe,
Sonst vor allem nur Getue!“
[André Richter]

Die Parteienlandschaft besticht mehr durch publizistische Äußerungen als aus konstruktiven Beschlüssen, das Abendprogramm der großen Fernsehsender und der dritten Programme. Feiert beinahe täglich den 60. Geburtstag eines einstmals großen Komikers. Und bald werden wieder vermehrt Ufos gesichtet und Loch Ness zum Mittelpunkt des Interesses. Kein Zweifel, wir befinden uns mitten im Sommerloch!

Zum Glück trifft das nicht auf die hoch motivierten Läufer des Badenmarathons zu. Denn kein Sonnenstrählchen, kein Regentröpfchen und keine irgendwie gearteten massiveren Auswüchse des Klimawändelchens können unsere Helden in spe aufhalten!

Unverdrossen arbeiten sie an ihrer Ausdauer und nutzen jede helle Minute der sommerlichen Abende, um am 21. September nicht nur vor den Zuschauern, sondern hauptsächlich vor sich selbst zu bestehen.

Um aber selber jetzt nicht auch in den Strudel zu gelangen, durch unnötig aufgeblasene Texte das ereignisarme Sommerloch zu stopfen, möchte der Autor an dieser Stelle den Text beenden. So haben schließlich alle auch mehr Zeit, für spaßige Sommeraktivitäten, bevor es dann im August und September zum Endspurt geht. Schöne Ferien!

Kai Troeger, Die Kratzbürsten


Vergangene Kolumne -004
Power to the people!

Mit Macht drängt der herannahende Fiducia Baden-Marathon 2008 ins Bewusstsein der Menschen. Insbesondere bei den Aktiven macht sich langsam Nervosität breit, die sich in endlosen Trainingseinheiten und dem Ausklügeln von perfekt abgestimmten Trainingsplänen offenbart.

Der Hardtwald ist mit dem Fahrrad nur noch per Slalom zu bewältigen, da die zahlreichen Läufer in wilder Abfolge durcheinander laufen. Drive-Ins werden zu Walk-Throughs und sprudelnde Brunnen zu Versorgungsstationen.

So manch ein Vertreter der laufenden Zunft verbringt aber auch immer mehr Zeit in den hiesigen Sportgeschäften, um auch das Outfit den eigenen hochgesteckten Ansprüchen anzupassen. Denn der gemeine Halbmarathonläufer hat nur ein Ziel: Gleichzeitig mit dem Ersten des kompletten Marathons über die Ziellinie zu laufen!! Ein gemeinsames Photo in den Zeitungen wäre gewiss und damit Ruhm, Ehre und eine sichere Erwähnung in den Gesprächen der angesagtesten Stammtische.

Um die Läufer auf dem Weg dahin zu unterstützen, treffen sich erste Fangruppen an Umkleidekabinen der Sportartikelgeschäfte. Anfeuerungsrufe, Gesänge und das immer wiederkehrende „Go! Go! Go!“ sind mit dem alltäglichen Stadtbild verschmolzen.

Um jederzeit mit aktiver Hilfe tatkräftig den Erfolg der Trainingswilligen zu unterstützen, sollte das Mitführen von überlebenswichtigen Nahrungsmitteln, wie z.B. Bananen, von jedem Badener als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Diese beliebten Magnesiumstangen sorgen jederzeit für den benötigten Energieschub und lassen nicht nur den Beschenkten, sondern auch dessen Kreislauf wieder rund laufen. Außerdem passen sie auch farblich bestens zur Corporate Identity der Fächerstadt, bei der das eigene Ortschild die Grundlage bildet.

So kann jeder Einzelne seine Kraft an die repräsentativen Mitbürger weitergeben und insbesondere Karlsruhe sich am 21.09.2008 als geschlossene Einheit darstellen. Gemeinsam sind wir stark! Keiner gewinnt alleine! Denn alle Macht geht vom Volke aus!

Kai Troeger, Die Kratzbürsten

Vergangene Kolumne - 003
ServiceOase Marathon

Wo läuft es hin, das Serviceland Germany? Bekannt für aufopferungsvollen Service oder uneingeschränkte Höflichkeit ist der Deutsche noch nie gewesen. Kaum einer hat sich in den Geschäften oder Institutionen unseres Landes vor Freundlichkeit umgebracht. Natürlich ist es in den zurückliegenden Jahren auch in unserem Lande viel besser mit dem grimmigen Gesicht über der Ladentheke geworden. Manchmal wird man heute am Telefon so euphorisch und emotional begrüßt, dass einem die ganze Freude im Halse stecken bleibt. Zum Glück hat sich dieser höfliche Trend nicht schon auf die Briefkorrespondenz ausgeweitet.
Ganz anders geht es dabei auf dem internationalen Läuferparkett zu. So wird z.B. beim Marathon jeder Läufer mit einer Startnummer und seinem eigenen Namen versehen, er bekommt Wasser, Bananen und andere Leckereien gereicht. Die gelaufene Zeit muss er später nicht selbst nachrechnen; er bekommt diese genannt. Ganz von selbst wird der Athlet von Applaus an der Strecke umspült und mit einer Medaille für seine Teilnahme versorgt. Welch ein Zahnarzt kann so etwas z.B. – nach schmerzvollem Kampf mit der Zahnwurzel – seinen Patienten bieten?
Doch damit ist der Servicegedanke beim Marathon längst noch nicht zu Ende. In Zukunft sollen „fliegende“ Helfer lokale Massagen an Waden und Oberschenkeln durchführen. Wann immer Sie es wünschen, ruft man Ihnen die Zwischenzeit oder einen lieben Gruß Ihres Partners zu. Frischluft wird Ihnen regelmäßig, in kleinen Dosen zugefächelt. Sie bekommen die Stirn trocken getupft oder das Haupthaar befeuchtet. Sogar zu stark verschwitzte Kleidung können Sie während des Laufens wechseln, so dass Sie vollständig auf die Dusche danach verzichten können.
Es ist jedoch zu vermuten, dass zum Ziel noch ein langer Weg ist – auf geht’s!


Vergangene Kolumne - 002
"Wo laufen Sie denn?"

Die Frage einer perfekten Wegführung beschäftigt nicht nur Streckenmacher. Auch der gewillte Marathonläufer hofft beim Karlsruher Marathon auf eine ansehnliche, aber auch entgegen kommende Streckenführung. Dass dieser Weg sich „streckt“ liegt dabei wohl in der Natur der Sache.

Aber die eifrigen Planer haben sich mächtig ins Zeug gelegt und so gibt es dann auch für die Athleten sehr viel zu sehen: Die Europahalle, Kirchen, Schlösser, nette Stadtteile und sogar eine Pyramide ist dabei. Auch das vorbildliche Schienennetz ist oftmals aus direkter Nähe zu bestaunen, was die Linientreue der Karlsruher deutlich symbolisiert.

Im Gegensatz dazu sind aber auch immer wieder Streckenabschnitte inmitten der Natur. Der vorausschauende Läufer hat deshalb schon in den vergangenen Jahren Strategien der Tarnung entwickelt, um eins zu werden mit seiner Umgebung: „Bodypainting“ heißt das Stichwort. Dessen Anwendung hat aber leider den Nachteil, dass man in urbanen Abschnitten des Weges umso mehr auffällt und sich vermehrt Läuferansammlungen um den verschwitzten Aquarell-Jogger bilden. Insbesondere bei den weiblichen Vertretern ist dieses Phänomen zu beobachten. Komisch...

Aber nicht nur das Profil der Mitläufer ist für die laufbereite Sportgemeinschaft interessant, sondern auch das Höhenprofil der Strecke. Obwohl der Höhenunterschied gerade einmal 10 Meter beträgt, lässt er dennoch so manchen Läufer hoch hinaus kommen. Jetzt gilt es nur noch für jeden einzelnen, auch das eigene läuferische Niveau dermaßen stabil zu halten. Dass Karlsruhe selbst ca. 100 Meter über NN liegt, wird aber wahrscheinlich trotzdem für den einen oder anderen etwas untrainierten Mitstreiter die Luft etwas dünner werden lassen.

Der Streckenverlauf hat also eine Kombination aus allem zu bieten: Höhen und Tiefen, Geraden und Kurven, Gebäude, aber auch viel Gegend.

Solche Kombilösungen sind typisch für Karlsruhe. Und wenn jetzt noch dem sportbegeisterten Dauerläufer eine Art der Abwechslung fehlt, sollte ernsthaft über eine teilweise Untertunnelung der Strecke nachgedacht werden.

Kai Troeger, Die Kratzbürsten
Die Kratzbürsten


Vergangene Kolumne 001
Wenn der Speck noch hinterm Gürtel steckt

Fast hatte man sich in den letzten Monaten daran gewöhnt, dass auch ein Leben ohne Joggen lebenswert sein kann; es beinahe schätzen und lieben gelernt, nicht täglich 5:30 Uhr – bei Wind und Wetter – in die Laufschuhe schlüpfen zu müssen, um dem Ziel Marathon gewachsen sein zu können und seine Runden zu ziehen. Stattdessen konnte man sich in den Wintermonaten noch einmal umdrehen und vom grandiosen Zieleinlauf beim Jubiläumsmarathon 2007 träumen.

Dennoch kommt so langsam eine innere Unruhe auf, wenn die Sonnenstrahlen an der Nasenspitze kitzeln und ein Schockgefühl übernimmt das Zepter, wenn die Waage verrät, was man nicht wahrhaben will. Dabei hat man doch im Winter nur von der gesunden Magerschokolade genascht und die Tortenstückchen stets kritisch im Vorfeld beäugt, bevor sie vernichtet wurden.

Gemütlich schlendert man am Kalender vorbei und erkennt, der 21. September, der 2007 noch in weiter Ferne lag, rückt immer näher. Sollte man vielleicht mit dem Ergebnis aus 2007 zufrieden sein? Nach 25 Jahren Marathon in Karlsruhe könnte man doch die anderen laufen lassen und sich nicht selbst über Wochen und Monate schinden. Vielleicht 2008 einfach an der Strecke stehen. Die Schuhe vom Vorjahr sind ohnehin völlig hin und violette Sporthosen werden sicherlich in diesem Jahr nicht zu den modischen Highlights zählen.
So mutet eine frontale Kampfansage an den Winterspeck derzeit doch mehr als übertrieben, wenn nicht sogar unmenschlich an. Selbst das Verstauen der letzten Schokoladendepots, oder gar deren Vernichtung, sollte mit Bedacht und Verstand erfolgen.

Lediglich für die mentale Vorbereitung auf den herbstlichen Wettkampftag könnte man in diesen Tagen einen gewissen Charme abverlangen und eine grundsätzliche Willensbekundung offerieren. Rom wurde nicht an einem Tag gebaut – so gelangt man auch nicht so einfach von "0" auf "42".
Lassen wir uns einen letzten Schokoladensplitter noch einmal auf der Zunge zergehen und fixieren den 3. Septembersonntag mit einem Pin am Wandkalender.

Andre Richter, Die Kratzbürsten
Die Kratzbürsten sind 2008 "Kulturpartner" des Marathon und werden ihr stacheliges Sportstudio bei KM 20/40 präsentieren, um damit die Läufer/innen zu fulminanten Endspurts zu motivieren. Ferner sorgen Sie für ein "Karlsruher Lesefrühstück" bei KM 38, für neu gestaltete Kilometerschilder und eine motivierende Begleitung der hinteren Läufer - als Rettung vor dem Besenwagen.

  zurück zur Startseite
 
 
 
Rechtliches | Kontakt | Organisation